Wahlrecht für Kinder
Ich wollte eigentlich nicht darüber schreiben, dass ich heute in Politik von einem Großteil meines Kurses und vor allem vom Lehrer dafür verurteilt wurde, die Altersgrenze für das Wählen abschaffen zu wollen. Da wir aber heute den Tag der Rechte des Kindes haben und mir gerade eben über die Grüne Jugend ein entsprechender Beitrag entgegengeflattert ist, möchte ich euch dennoch die heutigen Ereignisse nicht vorenthalten.
Ich halte diese Sache einfach nur für zu witzig, als dass sie in Vergessenheit geraten sollte. Zusammengefasst also noch einmal den Ablauf des Tages. In Politik hören wir einen Vortrag über Politikverdrossenheit, in dem als Lösungsvorschlag dieser die Altergrenze für das Wählen auf sechzehn Jahre herabgestuft werden soll. Ich schlage vor die Altersgrenze ganz abzuschaffen und stehe damit in meinem Kurs vollkommen alleine da.
Ich diskutiere locker 20 Minuten mit dem Kurs, dann noch einmal 10 Minuten mit dem Lehrer in der Pause, dann 30 Minuten mit Christopher in der großen Pause und dann noch einmal 5-10 Minuten vor Deutsch. Alle halten mich für komplett bescheuert oder haben ernsthafte Bedenken. Als ich nach Hause komme lese ich dann davon, dass heute der Tag der Rechte des Kindes ist und überfliege dann noch einmal genau den gleichen Artikel von Sarah Benke, der mich eigentlich an die Bürgerinitiative von K.R.Ä.T.Z.Ä erinnert hat. Toll!

![Nostalgie ist ein Scheusal, denn die Vergangenheit erinnert uns nur an das, was wir nicht mehr haben. [Seperator]](http://archiv.xesier.de/wp-content/themes/xesier_archiv/images/blank.gif)
die dumen sterben nicht aus…..
und anscheinend gehöre ich dazu… dume sache das
Genau, der ostindische Stamm der Dumen hält sich besonders nach dem Bürgerkrieg immer noch am Leben. Mein vollster Respekt geht an die Dumen! Freiheit für Tibet!
jaja immer rein in das Loch meines sonst so undurchdringbaren Panzer meines Stolzes
Wer seine Meinung so eindimensional schildert, muss damit leben, in so einem Beitrag kritisiert zu werden.
Ich weiß ja nicht, wie das bei euch ist, aber wenn ich mich bei uns umsehe, dann halte ich es sogar für bescheuert, einige Ü18jährige wählen zu lassen. Nicht, weil ich ihnen ihre Rechte streitig machen will, sondern weil sie sich kaum bis gar nicht informieren und am Wahltag wahllos (was für ein Witz) Felder ankreuzen oder es cool finden, die NPD zu wählen, ohne darüber nachzudenken.
Wenn ich mir da vorstelle, dass 13jährige ihre Stimme abgeben… Das Wahlrecht ist ein wichtiges Privileg, für das man in meinen Augen bereit und offen sein sollte. Man muss sich für die Mitbestimmmung im eigenen Land und das Wohl des eigenen Landes interessieren, und nicht die PowerRanger-Partei wählen, weil die bei einem Überspringen der 1%-Hürde allen Wählern DVDs schenkt.
Wenn du den Leuten ihr Recht aberkennen willst wählen zu gehen, dann denkst du antidemokratisch. Solange eine Partei demokratische Richtlinien einhält und noch nicht verboten wurde, ist sie Teil der politischen Landschaft. Natürlich ist das, wenn man die NPD sieht, beschissen. Es ist aber auf jeden Fall besser, als würde man nur eine angeblich beste Partei zulassen.
Um dem von dir beschriebenen Handeln entgegenzutreten, fände ich es gut, dass Jugendliche schon früh lernen, mit Wahlen umzugehen, anstatt erst mit 18 damit konfrontiert zu werden. Die von dir vorgeschlagenen Wahlversprechen sind unsinnig, weil du davon ausgehst, dass die Kinder ohne sich mit ihren Eltern darüber auszutauschen, solchen Parteien hingeben würden.
Weiterhin ist man immer soweit gebildet wie man sich fühlt und sollte deshalb auch das entsprechende Recht haben, sich dort einzubringen, wo und wie sie das möchten. Das sind meine Auffassungen zu diesem Thema.
[...] braucht Fotografen; Super Paper Mario; De-Mail sollte lieber ein soziales Netzwerk werden; Wahlrecht für Kinder; Was bilden Sie sich ein, hier zu filmen?; Das Streben nach Glück; Horrorfilme sind [...]