Verschnupft aufwachen
In den letzten paar Tagen habe ich immer wieder darauf gehofft, dass, wenn ich früh zu Bett gehe, einen Eimer voller Tabletten schlucke und mich schön in meine warmen Sachen einwickle, ich dann total munter und gesund wieder aus meinem Schlaf erwachen würde. Na ja, ich habe mich geirrt.
Meine Krankheit lässt sich im Groben und Ganzen eigentlich auf die School’s-Out-Party zurückführen, in der ich gut und gerne drei Stunden mit nassen Schuhen durch die Kälte gelaufen bin und mir immer wieder eingeredet habe, dass mein Körper das schon packt. Na gut, ich habe mich geirrt.
Jedenfalls werde ich seit dieser Zeit von starken Halsschmerzen und weniger starken Schnupfen heimgesucht. Es ist auch nicht wirklich so schlimm, dass man mich jetzt betrauern sollte, aber mein tägliches Erwachen gehört mit zu den schlimmsten Ereignissen am Tag und dabei hat er gerade erst angefangen.
Heute war es dahingehend besonders schlimm. Gestern Abend bin ich schon mit Kopfschmerzen eingeschlafen und ich dachte, dass wenn ich nur lange genug schlafe, die auch weggehen würden. Tja, ich habe mich geirrt. So schlafe ich zwar gemütlich, nach einigem hin und her, um ca. 23:30 Uhr ein, wache dementsprechend aber wie wunderbar am nächsten Tag sofort um 5:30 Uhr auf.
Die Kopfschmerzen haben mich hochgerissen, mir ist kalt, ich habe keinen Bock mehr. Ich drehe mich zwei, drei Mal, nehme die Bettdecke an mich, decke mich zu und schlafe erneut ein. Ich erwache erneut, diesmal um 9:00 Uhr. Ich bin immer noch nicht wach, drehe mich erneut, decke mich wieder zu und schlafe erneut ein. Es ist 11:30 Uhr. Dieses Mal erwache ich richtig.
Ich spüre einen unangenehmen Geruch in mir aufsteigen. Ich rülpse. Danach mache ich mir erst einmal ein Bild von der aktuellen Lage. Mir ist immer noch kalt, ich spüre meine Nase so gut wie nicht mehr, die Kopfschmerzen sind in leichter Form noch vorhanden, die Wasserflasche ist leer. Ich bin sozusagen im Arsch. Doch, zunächst drehe ich mich wieder um, versuche erneut einzuschlafen, scheitere und mache mich dann darauf die Probleme zu lösen.
Zuerst einmal stehe ich auf und bemerke, dass ich in Sachen eingeschlafen bin. Ein Pluspunkt für mein vergangenes Ich. Ich laufe zum Spiegel, schaue mich kurz an und greife dann nach dem Schubfach mit den Taschentüchern. Ich ziehe eins hervor, schnaube so fest es geht in das Teil hinein und schmeiße dann mein Kunstwerk in den Wäschekorb. Ich streiche mit fester Hand durch meine Haare und durch mein Gesicht, um mich von der Nacht zu erholen und bemerke, wie beschissen es mir geht.
Erst einmal ins Bad, auf’s Klo, zum Zähneputzen und Wachmachen. Danach geht’s in die Küche. Mein erster Griff langt zur Kühlschranktür und ich nehme die letzten Schlucke aus der Milchverpackung. Ich setze mich ans Keyboard, spiele ein paar Noten, weil ich kein Instrument beherrsche und nur ein wenig beruhigenden Krach machen möchte.
Ich fühle mich nicht wach und stürze mich erneut auf mein Bett. Ich bin wach. Was soll ich nun tun? Ich trotte zu meinem Computer und fahre ihn aus seinem Energiesparmodus hoch. Ich fühle mich immer noch nicht gut…

![Nostalgie ist ein Scheusal, denn die Vergangenheit erinnert uns nur an das, was wir nicht mehr haben. [Seperator]](http://archiv.xesier.de/wp-content/themes/xesier_archiv/images/blank.gif)
nimm ein heiße bad und höre dazu musik
Ich probier’s mal aus.
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