Über die unterschiedlichen Sichtweisen des Lebens

Es gab mal eine Zeit in meinen Leben, da wusste ich an manchen Stellen nicht mehr weiter …
Alles, was der Tag so brachte, sei es wenn es um Situationen in der Schule ging oder einfach nur im Familienleben und im Freundeskreis, ich sah alles schwarz.
Schon alleine wenn mich Leute im Schulhaus nicht grüßten, aber ich habe angefangen zu grüßen und sie grüßten nicht zurück, habe ich mir schon den Kopf zerbrochen: „Kann diese gewisse Person mich nicht leiden? Oder warum grüßt sie mich nicht?“ Meine Mutter sagte mir immer, „Mensch, vielleicht hast du zu leise gesprochen!“ Dies gab mir allerdings zu denken! Aber ich glaube, es hat nicht nur allein daran gelegen, dass ich zu leise gesprochen habe. Es gibt auch einen weiteren Grund, den ich heute einfach auf meine „Dauer-Negativ-Stimmung“ schiebe. Damals war ich wegen solchen Kleinigkeiten immer so fertig mit der Welt, dass sich immer wieder neue „negative“ Einflüsse anstauten. Ich habe mich noch mehr in meine eigene Welt zurückgezogen, da ich dachte, dass ich dort sowieso meine Ruhe habe. Ich lag wahrscheinlich aber falsch, weil wirklich gut ging es mir dabei nicht und ich habe mir immer wieder Gedanken gemacht und bin nur an dieser pessimistischen Einstellung hängen geblieben. Sogar meine Freunde kamen bei meinen Stimmungsschwankungen ins Grübeln. Damals habe ich mich schließlich noch mehr bemitleidet und noch mehr aus der Außenwelt ausgegrenzt, um mich in meiner eigenen Welt alleine wohl zu fühlen. Es scheiterte immer wieder, da ich immer öfter allein war. Es ging mir überhaupt nicht gut.
Heute kann ich diese Einstellung, mich in meiner eigenen Welt wohl zu fühlen, nicht mehr nachvollziehen. Ich weiß es nicht, vielleicht kann ich jetzt schon sagen: „Mensch, wie konntest du damals das alles durchhalten mit dem ganzen Kram, der eigentlich völlig unwichtig ist?!“ Tausende Gedanken schwirrten durch meinen Kopf, die einfach nur viel zu viel Schlechtes beeinflussten. Diese Zeit war für mich damals wirklich, ja man kann es glaube ich schon sagen, mit die schlimmste in meinem Leben. Es gab immer wieder Rückfälle, obwohl es eine ganze Zeit lang recht gut funktioniert hat. Ich habe mir immer gedacht, dass mir so etwas „Schlimmes“ (in meinen Augen) nicht mehr passieren kann, aber es trat immer wieder auf.
Aus diesen kopfzerbrechenden Erfahrungen, die ich dieser ganzen Zeit gesammelt habe, kann ich einfach nur Positives mitnehmen. Ich habe die kurzen, kleinen, entscheidenden Momente zu lieben gelernt. Es sind die guten Seiten im Leben wie zum Beispiel ein kleines Lächeln, das ich meinen Schulkameraden oder –freunden schenke, welches diesen Menschen um einiges glücklicher machen kann, wenn er zum Beispiel an diesem Tag eine „5“ in Mathe oder Stress mit einem Freund hatte. Diese kleinen Momente zählen doch im Leben. Sie sind die wirklich Wichtigen, die uns irgendwann zu einem fröhlichen Menschen machen, da sie sich nacheinander aufbauen, um mit ihnen ein sinnvolles Leben zu führen. Klar, jedes Individuum hat seine eigenen Varianten ein möglichst gelungenes Leben zu genießen. Doch ich bin der Ansicht, dass wirklich die ganz kleinen schönen Momente in zwischenmenschlichen Beziehungen die wichtigsten sind, um Kraft zu tanken. Ich glaube heutzutage, aber so weit ich das einschätzen kann, müsste dass schon immer gewesen sein, kommt man als Einzelgänger, der nur in seiner Welt lebt, überhaupt nicht mehr voran. Natürlich muss jeder Mensch seinen eigenen Weg finden. Aber was wären wir ohne menschliche Kontakte, die uns in Notsituationen, sei es privat oder in der Schule, helfen. Diese Menschen haben es wirklich verdient Helden genannt zu werden, die für einen da sind, wenn man diese Personen braucht. Ich danke allen Menschen hier noch mal, besonders meiner ganzen Familie und meinen lieben Freunden, die mich auf meinem bisherigen Lebensweg so unterstützt haben. Das rechne ich euch hoch an und werde euch das nie vergessen. Ich kann außerdem noch sagen, dass dieses Leben in der heutigen gesellschaftlichen Situation schon lange nicht mehr einfach ist.
Genießt euer Leben, bis zum letzten Tag und verbringt so viel Zeit mit euren Liebsten, bevor ihr eure ganze Zeit für andere Unwichtigkeiten verschwendet!

![Nostalgie ist ein Scheusal, denn die Vergangenheit erinnert uns nur an das, was wir nicht mehr haben. [Seperator]](http://archiv.xesier.de/wp-content/themes/xesier_archiv/images/blank.gif)
schöner text olli. bin immer da für dich. auch der christian.
Guter Beitrag……ich hoffe du fällst nie wieder in solche Stimmungstiefs…
Der Text zeigt wirklich ein Stück das, was du in dieser Zeit durchgemacht hast. Olli- Lebe jeden Tag, als wäre es dein letzter.
Hey Olli, suppaaa Text ;) Es freut mich echt, dass du die Dinge jetzt mit anderen Augen siehst und deine Phasen (sag ich mal) überwunden hast…und wenn du doch noch mal einen Durchhänger hast, bin ich ich auch noch da!
Is ne Situation die ich persönlich schwer nachvollziehen kann…
jo nachdenklicher text aber ich denke, dass du auch einiges zu negativ siehst!
aber cool, dass du die zeit überwunden hast.
der lotharius
Super geschrieben Olli! Ich finds voll gut, dass über deine Erfahrungen sprichst und damit auch anderen weiterhilfst. Bin froh, dass du das alles hinter dir gelassen hast! Bleib so, wie du bist!
Jop, finde es auch super, dass du jetzt so offen darüber reden kannst.Kannst stolz auf dich sein, dass du es geschafft hast, dich aufzurappeln und ich hoffe, du bleibst auch weiterhin oben. Und wenn du auch mal wieder schlechte Zeiten haben solltest, dann mach dir nix draus, denn die hat jeder mal!
olli,
eines muss ich aber noch sagen. du darfst die leute nicht über icq so lange bequatschen bis sie sich erbarmen und einen kommentar unter deinen artikel setzen, denn dann wird das bild verfältscht!!!