20. August 2009 / , , , , , , , / Henry / 0c

Pale – Extras

Pale haben sich aufgelöst, da kann man nichts machen. Die Jungens von Pale haben sich aber zum Abschluss noch einmal gedacht: “Hey lasst uns unseren Fans doch trotzdem noch etwas Gutes tun!” So entstand Pales jetzt kostenlos veröffentlichtes “Extras”-Album, auf dem unter anderem B-Seiten, Remixe und vor allem Demos, teilweise unveröffentlicht, zu finden sind.

Das Album möchte ich gar nicht wirklich einschätzen, denn an sich handelt es sich ja nur um ein großes Mischmasch an vielen verschiedenen Liedern, die die Jungs in den letzten Jahren halt so rausgehauen haben. Da wäre es irgendwie unverschämt das als Gesamtwerk zu betrachten und es somit zu bewerten. Ich möchte hier lieber auf ein paar Lieder eingehen, die ich bisher noch nie gehört habe und die mich als Pale-Fan ziemlich bewegt haben.

Anfangen möchte ich da mit der Kopplung “All I Need is a Comeback (Demo)” und “How To Survive Change (Subterfuge Cover)“. Wenn man Pale schon etwas länger verfolgt, dann ist man immer wieder auf schnelle und ruhige Lieder gestoßen, doch ich kann nur von einem ruhigen Lied berichten, dass mich so richtig, so richtig bewegt hat und das ist “How To Survive Change”. Dementsprechend ist es ganz normal, wenn ich auch mit diesem Lied anfange. Doch was ist dieses “All I Need is a Comeback”? Es ist die perfekte Verbindung. Es ist ein Mid-Tempo-Stück, das sehr emotional vorgetragen wird und die perfekte Stimmung für das nachfolgende Meisterwerk schafft. Das Cover von “How To Survive Change” ist stark jazzlastig, setzt auf eine wesentlich ruhigere Stimme und betont einzelne Instrumente stärker als das Original. Mir gefällt das Lied so noch einen Ticken besser, da die beruhigende Stimmung hier noch einmal angezogen wird und man so völlig ins Traumland entschwinden kann.

Auch die nächsten beiden Stücke möchte ich im Doppelpack bewerten. Es handelt sich um die beiden Ambient-Nummern “Girl Afraid (Xmas Album)” und “Pinky Tunes (Xmas Album)“. Während es sich bei “Pinky Tunes” um ein recht beschauliches Klavierstück handelt, das vielleicht etwas zu langgezogen ist, musste ich mich bei “Girl Afraid” einfach nur zusammenreißen. Es gibt nur ganz, ganz wenige Lieder, die es unter einer Minute schaffen mich einfach nur zu verzaubern und dieses Lied ist eines dieser wenigen. Man könnte es am ehesten noch mit “Postcards From Far Away” aus Coldplays “Prospekt’s March”-EP vergleichen, aber es ist so fein und gefühlsreich, dass es schwer ist, meinen Emotionen die richtigen Worte zu verpassen. Es wirkt so vollkommen losgelöst und diese Freiheit ist so wunderbar schön. Doch auch wenn ich jetzt so überwältig bin, sollte man “Pinky Tunes” auf keinen Fall vergessen. Die Freiheit ist zwar verschwunden, wurde aber generell durch Gelassenheit ersetzt. Das Lied könnte in dieser Form direkt aus K-Pax entliehen sein.

Zum Schluss möchte ich noch auf “Whatever Turns you on (Demo)” eingehen, das ich auch noch nie voher gehört habe, mich aber sofort mit seiner Stimmung und seiner Energie gefesselt hat. Obwohl es sich wie auch schon bei “All I Need is a Comeback” um ein Mid-Temp-Stück handelt, fühlt es sich so an, als würde das Lied einfach nur so dahinrasen. Es ist total optimistisch und es fühlt sich einfach nur gut an, wenn man es sich anhört. Ich glaube man könnte zu diesem Lied super Joggen gehen, obwohl man sich bei einer Laufzeit von vier Minuten wohl etwas beeilen müsste, um wenigstens ein paar 100 Meter zu schaffen.

Ja, das sind die Lieder, die mich auf diesem letzten Album wirklich bewegt haben und zu denen ich euch raten würde. Nicht, dass ich behaupten würde, dass die anderen Lieder nicht auch ihren Charme haben, aber mit denen konnte ich entweder nicht so viel anfangen oder sie haben sich nicht wirklich von ihrem Original unterschieden. Ok und jetzt, Album herunterladen und wenigstens “Girl Afraid” anhören!

Pale-Alben: