Open Source

Wenn man sich im Internet bewegt, stößt man fast zwangsläufig auf eine Art Programm, was sich von den vorinstallierten Programmen und kaufbaren Programmen im Internet stark absondert. Es ist die Rede von einem Programm, welches man kostenlos herunterladen, kostenlos verbreiten, kostenlos bearbeiten und kostenlos studieren kann. Es ist die Rede von einem Programm, das “Open Source” ist.
Doch was macht den Begriff “Open Source” überhaupt aus. Zum einen besteht er aus dem Wort für offen, geöffnet und frei zugänglich “open” und zum anderen aus dem Wort für Quelle “Source”. Es bedeutet also, dass die Quelle, der das Programm zugrunde liegt, frei zugänglich und völlig uneingeschränkt verfügbar ist. Wie oben beschrieben können dadurch also verschiedene Tätigkeiten völlig kostenfrei ausgeführt werden ohne fürchten zu müssen, dass diese irgendwann eingeschränkt werden. Wenn man “Open Source”-Programme benutzt, dann gehört einem nicht die Lizenz zum Benutzen des Programmes, sondern das Programm gehört einem selbst. Wenn einem etwas daran nicht gefällt, kann man selbst dazu beitragen, dass dieses Problem ausgemerzt und die eigene Produktivität gesteigert wird. Man ist also nicht darauf angewiesen, zu hoffen, dass die Programmierer irgendwann ihren Fehler erkennen, sondern kann mit den notwendigen Kenntnissen auch jederzeit selbst das Programm von Grund auf verändern.
Was macht aber “Open Source” anfällig für den Markt und warum benutzt nicht einfach jeder “Open Source”? Das Hauptproblem besteht einfach darin, dass die meisten Menschen auf der Erde erst einmal die meisten Programme auf freier Basis gar nicht kennen. Das fängt mit freien Betriebssystemen an und endet mit offenen Standards. Die Programme erhalten in vielen Fällen auch keine Werbung und die meisten Menschen sind ja schon zufrieden, wenn sie eine beliebige Office-Suite einigermaßen bedienen können. Warum sollte da der Grund zu einem Wechsel bestehen, wenn man sowieso auf das setzen kann, was man kennt? Der Hauptgrund liegt einfach in den Kosten, denn während ein Grafikprogramm locker seine 2.000 € kosten kann, so kommt der typische Gegenpart Gimp einfach mal komplett ohne Bezahlung aus.
Als weiteren Problempunkt muss man bei offenen Programmen aber auch den Programmierintervall sehen. Während es bei einigen Projekten um eine engagierte Mannschaft handelt, die jederzeit auf Fehlerquellen reagiert und neue Fähigkeiten hinzufügt, so sitzen andere Gruppen monatelang herum und beschäftigen sich kein bisschen mehr mit ihrem Programm, teils aus Desinteresse, teils aus Unterbezahlung und dadurch Zeitnot. Man muss nämlich immer daran denken, dass es sich bei “Open Source”-Entwicklern größtenteils um einzelne Personen oder kleinere Gruppen handelt, die diese Arbeit in der Freizeit aus reinem Interesse ausüben. Während manche Projekte dadurch eine Eigendynamik entwickeln, wie es beim freien Kernel Linux und dessen Distributionen der Fall ist, so sitzen andere dann irgendwann total vor dem Aus. Man sollte deshalb nicht immer völlige Funktionstüchtigkeit erwarten, da in den meisten Fällen alle Fehler nie in den Vorveröffentlichungsversionen beseitigt werden können und die meisten Programme eine Version 1.0 nie erreichen. Das hat zwar den Nachteil, dass die Produktivität eingeschränkt werden kann, wenn man auf falsche Programme setzt, aber man kann sich sicher sein, dass “Open Source” ja immer nur einen Anfang darstellt.
Weiterhin sind offene Programme nicht immer so fehleranfällig, wie ich es dargestellt habe. Die großen Programme wie OOo, Firefox, Thunderbird, Pidgin, Audacity oder Eclipse besitzen so gut wie keine auffallenden Fehler und sind extrem effektiv im Gebrauch. Warum sollte man nun aber zu einem Wechsel überzeugen lassen, was beispielsweise den Browser oder den nächstbesten Editor betrifft? Nun angefangen, dass Firefox einfach besser in allen Belangen und Gebräuchen ist, bis hin zu, dass die meisten proprietären Programme Fehlerquellen nicht preisgeben und dadurch Sicherheitslücken schaffen, kann man eigentlich jeglichen Vorteil von geschlossenen Programmen in den Wind schicken. Zwar gibt es genauso gut Programme, auf die man nie wieder verzichten möchte wie das ein oder andere Musikprogramm oder einige Vorteile von ausgearbeiteten Brennprogrammen, aber das Gros lässt sich leicht austauschen und bietet genug Gründe das auch zu tun.
Die Welt ist zu einem Ort geworden, an welchem diese Ideen gerade das ersetzen, was nicht verfügbar ist. Sie ersetzen die teuren Programme in Dritte-Welt-Ländern, sie geben kleinen Firmen die Chance sich selbstständig ohne Lizenzkosten zu machen und bieten eine unabhängige Hilfe in allen Belangen. Wer heute noch vollkommen auf lizenzierpflichtige Programme setzt, den kann ich persönlich nicht verstehen.

![Nostalgie ist ein Scheusal, denn die Vergangenheit erinnert uns nur an das, was wir nicht mehr haben. [Seperator]](http://archiv.xesier.de/wp-content/themes/xesier_archiv/images/blank.gif)
das schlimme an frei zugänglichen programmen ist, dass viele entwicklungen geklaut werden und dann für kommerzielle sachen genutzt werden..
Ich denke eher, dass das Hauptproblem darin besteht, dass niemand diese Programme kennt und sich mit ihnen auseinandersetzt. Würde jeder dazu beitragen, gäbe es in der Informationsgesellschaft kaum jemanden der sich vollständig auf gekaufte Produkte stützen würde. Ganz einfach weil einige Open-Source-Programme einfach besser sind.
Dass Dinge geklaut werden, kann man meiner Meinung nach nicht verhindern und Open Source ist eigentlich dazu da, dass man aus etwas Einfachem etwas Spezielles entwickelt.
Ich finde es einfach richtig gut das sich Leute, größtenteils auch in ihrer Freizeit, hinsetzen, den scheiß machen und das dann auch noch ohne Kohle…
Ich bin ja immernoch für den Mediensozialismus…brennt alle CD’s ladet alles runter was ihr finden könnt ;-)
Das hat aber nichts mit “Mediensozialismus” oder der Freiheit der Kultur zu tun, sondern beschreibt einzig und allein die Verwendung von freien Programmen.