30. August 2008 / , , , , , , / Henry / 0c

Neue Methode in der Gehirnchirurgie

Telepolis berichtet von französischen Ärzten, die das Bekämpfen von Gehirntumoren zu einem leicht durchführbaren Standardeingriff machen könnten. Bei dieser Methode wird der Patient zuerst nur lokal betäubt, sodass er noch bei vollem Bewusstsein ist, danach wird ein etwa drei Millimeter großes Loch in die Kopfdecke gebohrt und abschließend ein Glasfaserkabel mit einem Laser eingeführt, das den Tumor mit Hitze beschießt und ihn abtötet. Der Patient darf das Krankenhaus nach kurzer Zeit wieder verlassen. Fünf von fünfzehn Patienten zeigten nach der Behandlung in einer regelmäßigen neunmonatigen Untersuchung kein Wiederauftreten des Krebses.

Ich persönlich sehe diese Behandlung als enormen Schritt in der Wissenschaft an und möchte den Ärzten einfach nur meine Hochachtung ausdrücken. Natürlich wird es noch dauern, ehe eine Behandlung generell in allen Krankenhäusern zur Verfügung steht. Es ist aber einfach nur unglaublich, wie das Risiko einer Gehirnbeschädigung so dramatisch gesenkt werden konnte.

Währenddessen möchte der Genforscher Eric Lander (ZEIT-Bericht) alle Krebsarten aufspüren und katalogisieren, um für eine entsprechende Krebsart, sofort die entsprechenden Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Seine Forschung ist mit einer Milliarde US-Dollar und zehn Jahren Laufzeit gleichzeitig auch das größte Medizin-Projekt der Geschichte.