28. Oktober 2007 / , , , , , , / Marco / 1c

Meine Schule

Viele werden jetzt sicherlich einen Bericht über die Schule, die ich besuche, erwarten. Ein Bericht, in dem ich meinen Alltag an der Schule schildere und Lob und Kritik sorgsam verteile. Die, die das erwartet haben, werden aber enttäuscht. Ich möchte einfach einmal das für mich ideale Modell der Schule vorstellen. Aber zuerst, ich bin mit meiner jetzigen Schule total zufrieden. Ich habe da meine Freunde, die Zeiten sind human, die LehrerInnen sind O.K. und der Direktor ist nett. Aber ich habe eben andere Vorstellungen.

Meine Schule beginnt um 8:00 Uhr. Es ist Montag und viele Kinder kommen in die Schule. Viele? Nicht alle? Ja genau, viele und nicht alle. Ich stelle mir das Ganze viel offener und eigenständiger seitens der SchülerInnen vor. Es gibt einige Pflichtstunden, welche jede/r besuchen muss. In diesen Stunden oder auch Blöcken bekommen die SchülerInnen eine Arbeitsaufgabe. Für diese wird ein Zeitpunkt festgelegt, bis wann diese fertiggestellt sein muss. Danach arbeitet man mit der Lehrkraft noch geeignete Methoden zur Lösung heraus und gibt eventuelle Hilfestellungen. Dann liegt es an den SchülerInnen.

Beispiel Geografie – Jede/r SchülerIn bekommt eine bestimmte Region zugeteilt. Für diese soll nun erarbeitet werden, wie zum Beispiel die Wirtschaft gesteigert werden kann oder wie mehr Touristen in die Stadt gelockt werden. Dazu stehen den SchülerInnen alle Hilfsmöglichkeiten, die sie sich erschließen, zur Verfügung. Sei es das Internet, um zum Beispiel die Website der Region oder Stadt anzusehen. Die Bibliothek, um sich eventuell einen Atlas auszuleihen der sein Hauptaugenmerk auf wirtschaftliche Aspekte legt. Es wird auch die Möglichkeit bestehen in der Schule eine/n LehrerIn, um Hilfe zu bitten. Dafür werden beim Übergeben der Arbeitsaufgaben Termine festgelegt, an welchen die Schüler die Möglichkeit haben einen Lehrer nach Lösungsansätzen oder Hinweisen zu fragen. Ist der Zeitpunkt abgelaufen, treffen sich alle in der Schule und stellen ihre Arbeitsergebnisse vor der Klasse vor. So ist jede/r SchülerIn auf dem gleichen Wissensstand.

Diese Arbeitsweise fördert nicht nur die Selbstständigkeit der SchülerInnen, sondern bereitet sie auch ideal auf das Studienleben vor. Auch dort muss man sich sehr viel Wissen selbst erschließen, um am Ende die Prüfung gut oder sehr gut zu bestehen. Sie sollte aber erst ab der neunten oder zehnten Klasse angewandt werden, da in den Jahren davor die Grundlagen für diese Unterrichtsweise geschaffen werden.

Die weitere Änderung, die ich mir vorstelle, ist die Fächerbelegung. So ist es meiner Meinung nach schwachsinnig, dass alle SchüllerInnen den Mathematikunterricht bis zur dreizehnten Klasse belegen müssen. Der Mathematikunterricht der Sekundarstufe 2 besteht größtenteils aus der Theorie. Dies nutzt aber nur denen etwas, die eventuell Mathematik studieren wollen – wobei es nicht wirklich viel dabei helfen soll – und der Großteil, der dies nicht vor hat, muss es trotzdem lernen, obwohl es nicht viel mit Allgemeinwissen zu tun hat. Es sollte den SchülerInnen ab der Sekundarstufe 2 freigestellt sein, welche Fächer sie belegen und welche sie nicht mehr benötigen. Dies wird auch sicherlich den Alltag der Lehrer erleichtern. Ich stelle es mir schwierig vor, Biologie in einer Klasse in der 75% nur sind, weil sie eine Naturwissenschaft lernen müssen, zu unterrichten.

Man schreibt sich also am Anfang der Sekundarstufe 2 für die gewünschten Fächer ein und bekommt dann die Zeiten gesagt, zu welchen man sich melden soll, um seine Arbeitsaufgaben abzuholen. Die Fächer können dann noch einmal im Halbjahr der elften beziehungsweise in der zwölften Klasse geändert werden. Man kann sich also viel besser auf ein Studium vorbereiten, indem man viel mehr Zeit hat, sich mit den Fächern zu beschäftigen, die später für die Hochschule benötigt werden. Es ist also nicht mehr erforderlich stundenlang oder teilweise auch tagelang für eine Matheklausur zu lernen und sich immer wieder zu fragen, für was man das braucht.