29. Januar 2008 / , , , , , , / Henry / 0c

Kulturflatrate

Wie auf Golem zu lesen ist, scheinen jetzt auch bei den Industrien die Ideen der Internetnutzer Anklang zu finden. Ich denke in naher Zukunft wird diese Form des Vertriebes die einzig sinnvolle im Bereich des Internets darstellen. Man sollte anfangen das zu akzeptieren und sich langsam vom konventionellen System trennen.

Eine Kulturflatrate stellt dabei eine zusätzliche monatliche Bezahlung für die Benutzung des Internets als Kopiermaschine dar. Anstatt mit Peer-To-Peer-Programmen ständig die Gesetze zu brechen, indem man Filme, Musik, Bücher, Spiele und Programme herunterlädt, wird durch eine monatliche Gebühr dieses Verhalten legalisiert. Wie schon mehrfach festgestellt wurde, dient das Internet neben der Informationsübertragung am Ende eh nur zum Kopieren und wer denkt, dass er das durch Gesetze oder sonstige Einschränkungen verhindern kann, der sollte sich die aktuelle Situation einmal ganz genau anschauen.

Auf der einen Seite finden sich die Industrien, die am liebsten jeden zur Rechenschaft ziehen wollen, der schon einmal eine CD seinem Kumpel ausgeborgt hat, welcher diese dann für sich kopiert hat. Auf der anderen Seite stehen die Millionen von Kunden, die immer noch CDs, Bücher, Filme kaufen, die immer noch auf Konzerte gehen, die immer noch ins Kino gehen, die immer noch das machen, was sie schon seit jeher gemacht haben. Dennoch reiben sich die beiden Seiten so sehr, dass die Industrie immer noch versucht krampfhaft etwas zu schützen, was sie längst verloren hat. Während sich die Kunden immer noch nicht vorstellen können, dass sie wegen einer Kopie ins Gefängnis kommen können.

Lösungen gibt es einige, am Ende steht aber wahrscheinlich die Kulturflatrate am besten dar und wird sich wahrscheinlich dann auch durchsetzen. Es ist dann wohl nur noch eine Frage der Zeit bis man dann legal downloaden kann.