25. Februar 2008 / , , , , , , , , , / Henry / 11c

Hitch – der Datedoktor

In einer langen Reihe von Filmen mit Will Smith ist mir bisher keiner untergekommen, der mich nicht wenigstens ein bisschen berührt oder erstaunt hätte. Von “Bad Boys”, über “Men in Black” bis hin zu “I am Legend” war unter ihnen kein Film, der mich auch nur im Ansatz genervt hätte. Selbst der Golffilm über die Legende von Bagger Vance hat mich gefesselt und mich fast dazu überredet mit Golf anzufangen.

Das soll jetzt aber keine Lobeshymne auf Will Smith werden, obwohl er die vielleicht verdient hätte. Vielmehr möchte ich über einen Film sprechen, den ich mir heute angesehen habe und der mich genauso wie die vorherigen wieder einmal in Erstaunen versetzt hat. “Hitch” ist der Spitzname von Alex Hitchens (Will Smith), einem professionellen Liebesberater. Er ist aber keiner der gewöhnlichen Psychologen, die Paare beraten und Probleme in ihren Beziehungen aufspüren. Er ist der Typ von Mensch, den Durchschnittstypen engagieren können und der sie dann berät und motiviert, die angebetete Frau auf sich aufmerksam zu machen. Hitch ist in diesem Beruf natürlich auf völlige Diskretion getrimmt, wird dabei aber niemals zum Arschloch. Er hilft nur Menschen, denen die Personen auch wirklich am Herzen liegen und die nicht nur darauf aus sind, sich mit ihnen zu vergnügen.

Als jedoch die junge Klatschkolumnistin Sara Melas (Eva Mendes) in sein Leben tritt, muss er erstens um seinen Beruf und zweitens um sein Herz fürchten, denn der abgebrühte Hitch verliebt sich plötzlich und muss sich zwischen seinen Prinzipien und der völligen Hingabe entscheiden. Keine leichte Sache also. Albert Brennaman (Kevin James) hat es dabei auch nicht viel leichter, denn seine Frau fürs Leben Allegra Cole (Amber Valletta) hat so überhaupt nichts mit ihren Steuerberatern und damit mit ihm zu schaffen. Doch als sich Albert in die Hände von Hitch begibt, beginnt sich aus den anfänglichen Peinlichkeiten eine Romanze zu entwickeln, deren Ausgang nur eine Titelstory von Sara noch kaputt machen könnte.

Hitch ist eigentlich die Paraderolle für Will Smith. Ich kann es nicht erklären, aber seit dem Prinzen von Bel Air ist er für mich dieser abgebrühte Aufreißertyp und dieses Image wird er wahrscheinlich auch nicht mehr los. Gerade dass dieser Aufreißer sich dann in dem Film öffnet, ist eine kleine Sensation für sich. Es ist unglaublich spannend zu beobachten, wie er Kevin James gleichzeitig dabei hilft, seine Rolle als Doug abzulegen und es ist fantastisch, wie der Film so etwas Einfaches und zugleich Komplexes wie die Liebe so umfassend auseinandernehmen und perfekt wieder zusammensetzen kann. Natürlich hat der Film auch seine kleinen Problemchen, wie beispielsweise die lahme Nebengeschichte mit der Freundin von Sara. Ich bin aber der Überzeugung, dass es in naher Zukunft keinen so herrlichen Liebesfilm mehr geben wird. Wer also die Chance hat den Film zu sehen, der sollte sich das auf keinen Fall entgehen lassen.