24. April 2008 / , , , , , , / Henry / 7c

Girls’Day ist beschissen!

Meiner Auffassung nach ist dieser Mädchen-Zukunfts-Tag, wie er eingedeutscht klingt, völlig fehl am Platz und wird in jedem Fall auch völlig überbewertet. Es wird damit geworben, “techniknahe Berufe frei von Geschlechterklischees bei spannenden Mitmach-Aktionen auszuprobieren”, allerdings wird hierbei völlig vergessen, dass dadurch die Klischees ja nur bestätigt werden.

Es mag ja sein, dass ein solcher Tag seine Daseinsberechtigung hat, weil man wirklich versucht eine heterogene Arbeitsgemeinschaft in Bereichen der Technik, der IT oder in Führungspositionen zu schaffen. Dennoch wird gerade durch die gesonderte Stellung eben jener Bereiche von Grund auf her die Einstellung zu anderen Berufen untergraben und die weitreichende Information zum vollen Spektrum eingeschränkt.

Einen weiteren Fehler sehe ich darin, dass der Tag allein für Mädchen angelegt ist. Es sind nicht nur junge Frauen, die Probleme damit haben einen Beruf in Berufszweigen zu finden, die eher dem anderen Geschlecht zugeordnet werden. Genauso versuchen sich Männer als Frisöre, Kosmetiker, Physiotherapeuten oder Krankenpflegern. Ihnen wird die Möglichkeit einer umfangreichen Information jedoch aufgrund eben diesen Geschlechterklischees, die der Tag abbauen wollte, verwährt.

Es ist mir deshalb unbegreiflich, wie man einen solchen unheimlich anmutenden, geschlechtspatriotischen Tag einführen konnte, während man doch das in der Arbeitswelt genau damit verhindern wollte. Also die Teilung der Geschlechter auf spezifische Felder innerhalb der Gesellschaft. Girls’Day ist somit meiner Meinung nach nichts weiter als eine Heuchelei der eigenen Prinzipien, da Mädchen in keinem Fall allein das Recht darauf besitzen sich umfangreich auszuprobieren und weiterzubilden.