27. Januar 2009 / , , , , , , , , , / Henry / 4c

Ein Tag im Museum für deutsche Geschichte

Heute war der letzte Schulausflug in meinem Leben und ich bin froh, dass er so abgelaufen ist, wie er abgelaufen ist. Es war einer dieser ruhigen Ausflüge, die zwar nicht sehr viel Inhalt angeboten haben, aber dennoch ein wenig die Schülermoral gesteigert haben. Insgesamt war es also ein guter Tag, teilweise.

Anstatt wie sonst üblich um 6:30 Uhr auf der Matte zu stehen, ließ ich mir heute Morgen extrem viel Zeit. Wir mussten erst um 9:20 Uhr am Bahnhof sein und das bedeutete für mich erst einmal, dass ich noch ein paar Minütchen länger meinen Träumen hinterherjagen konnte. Ich packte meinen Rucksack, ging duschen, putzte meine Zähne und machte mich gegen 8:40 Uhr dann mit meinem Auto auf den Weg in Richtung Forst.

Forst liegt zwar nur wenige Kilometer von Klein Kölzig entfernt, aber ich hatte gute Gründe eher loszufahren. Das wären zunächst einmal das eisige Wetter und die recht glatten Straßen, die eine Autofahrt schnell in eine Schlittentour verwandeln können. Als zweites kommt hinzu, dass ich nicht genau wusste, wo ich mich am Bahnhof, ohne einen Strafzettel kassieren zu müssen, hinstellen konnte. Und als drittes wollte ich unbedingt noch irgendwo etwas zu essen kaufen.

So stellte ich mein Fahrzeug schließlich auf den etwas weiter vom Bahnhof entfernten Schulparkplatz ab, begab mich daraufhin in den Plus, kaufte dort Chips, Obst und ein Eis und machte mich letztendlich auf den Weg zum Bahnhof. Dort angelangt begrüßte ich die Menge, suchte mir vier andere Leute, mit denen ich ein Brandenburg-Ticket kaufen konnte und wartete dann darauf, dass der Zug doch endlich mal ankam.

In Berlin angekommen, bewegten wir uns in Richtung Zeughaus, in dem wir erst einmal die meisten unserer Sachen in vorgesehene Container ablegten. Es war für Berliner Verhältnisse nicht besonders viel los, dennoch waren so gut wie alle Führer rundum beschäftigt, sodass wir erst nach gut einer halben Stunde dazu kamen, die Führung zu beginnen. Trotz der sehr umfangreichen Sachkenntnisse unseres Leiters, fand ich die Präsentation doch etwas mau. Es wirkte alles sehr gehetzt und man hatte meines Erachtens nicht wirklich die Zeit dazu, sich in die entsprechende historische Stimmung zu bringen.

Als die Führung nach 30 – 40 Minuten dann ihr Ende nahm, war ich ernsthaft überrascht, dass das den gesamten Ausflug nach Berlin rechtfertigen konnte. Dennoch war ich frohen Mutes, da ich wusste, dass nun ein paar ausgelassene Stunden mit meinen Geschichtskursleuten folgten. Obwohl mich Berlins Reize nicht fesseln konnten, so war ich dennoch mit dem Ausflug sehr zufrieden. Er hatte genau die richtige Stimmung für einen Tag kurz vor den Ferien und allgemein vor dem Abitur. Ich bin froh, dass ich noch einmal die Chance hatte, mit den Leuten etwas gemeinsam zu unternehmen, auch wenn ich mich selbst manchmal etwas ausgeschlossen fühle.