Das Streben nach Glück
Nachdem Hancock für mich nicht der absolute Oberkracher gewesen ist, für den ich ihn gehalten habe, so bin ich gestern doch einem anderen Will-Smith-Film vollends erlegen. Martin und ich haben nach einem Jungen-Einkaufsbummel im nächsten Mediamarkt uns dazu entschlossen, zu zweit einen Filmabend zu bestreiten. Nach Reservoir Dogs und dem David-Lynch-Klassiker Lost Highway, der von mir sicherlich noch einmal an anderer Stelle gewürdigt werden wird, schauten wir als letzten Film: Das Streben nach Glück.
Bevor ich mich jedoch der Handlung oder jeglicher Eigenheiten des Filmes widmen möchte, ist es mir wichtig zu sagen, dass “Das Streben nach Glück” in mir einen sehr tiefen Eindruck hinterlassen hat. Das gleiche Gefühl hatte ich schon einmal bei “Das Mädchen aus dem Wasser“. Dort ging mir aber die Überpräsenz von Shyamalan irgendwann auf die Nerven und ließ den Film ins Negative abrutschen.
Natürlich sieht man “Das Streben nach Glück” in gleicher Weise seine Konzentration auf den Sohn von Will Smith an. Man merkt, dass der Film anscheinend nur dazu geschaffen wurde, ihn der Öffentlichkeit vorzustellen und damit für spätere Filme zu etablieren. Doch es ist vollkommen egal, wie sehr dies ein Werbefilm ist, er ist wundervoll. Die beiden Hauptcharaktere funktionieren wunderbar zusammen und lassen den Film zu einem echt genialen Werk werden.
“Das Streben nach Glück” erzählt die Geschichte von Chris Gardner, der als Vertreter für Knochendichtemessgeräte nicht sehr großen Erfolg hat und deshalb ständig in finanzielle Engpässe gerät. Allerdings begegnet er eines Tages einem Börsenmakler, der ihn dazu bringt, sich selbst diesen Beruf anzueignen. Seine Frau toleriert das nur sehr missmutig und verlässt ihn schließlich nach einem weiteren Rückschlag. Chris und sein Sohn müssen aus Geldmangel schließlich aus ihrer Mietwohnung in ein Hotel ziehen.
In einem sechsmonatigen Praktikum lernt Chris das Geschäft eines Börsenmaklers kennen, verkauft weiterhin seine Geräte und kümmert sich so gut es geht, um seinen Sohn. Nachdem jedoch die Steuer ihm sein letztes Geld nimmt, müssen die beiden in einer Toilette übernachten. Sie kämpfen nun jeden Tag um einen Übernachtungsplatz in Armenhäusern bis Chris sein letztes Gerät verkaufen kann und sie kurz vor Ende des Praktikums wieder in ein Hotel ziehen können.
Ich könnte jetzt natürlich das Ende nicht verraten, aber es ist nun einmal ein sehr einfach gestrickter Hollywood-Film, der ein glückliches Ende nun einmal auch verdient hat. Er bekommt am Ende schließlich den Job und macht Karriere als Börsenmakler. Es wurde wieder einmal die Geschichte des amerikanischen Traumes vom Tellerwäscher zum Millionär erzählt und trotzdem fühle ich mich absolut nicht gelangweilt.
Obwohl die Geschichte in ähnlicher Form nur ohne Kind und mit ein wenig Fantasy schon einmal in Senseless erzählt wurde, ist die Ernsthaftigkeit in “Das Streben nach Glück” erschreckend aufregend. Jede Anstrengung und jedes Missgeschick machen den Film trauriger, wenn man sieht, dass es nicht gut um Chris bestellt ist. In manchen Momenten möchte man dann einfach nur noch losheulen.
Doch was kann man aus diesem Film mitnehmen? Ich denke die wichtigste Botschaft besteht darin, seinen Träumen hinterherzulaufen, egal wie unmöglich sie auch erscheinen mögen. Die Szene, in der Chris’ Sohn von seinem Vater gesagt bekommt, dass er aufhören soll Basketball zu spielen, ist dahingehend die ausdrucksstärkste. Nachdem Christopher Jr. daraufhin keine Lust mehr hat Basketball zu spielen, kommt Chris an und sagt seinem Sohn, dass er sich von niemanden in seinen Träumen einschränken lassen soll, nicht einmal von Chris selbst.
Damit sticht “Das Streben das Glück” auch ganz gezielt aus anderen Will-Smith-Filmen heraus. Zwar steht wieder eine Einzelperson im Vordergrund, die sich mit Charme und Witz gegen den Rest der Welt zur Wehr sitzt. Dieses Mal jedoch spielt Bescheidenheit eine der wichtigsten Rollen. So hoch Chris auch hinaus will, er ist solange zufrieden, wie er mit seinem Sohn noch zusammen sein kann.

![Nostalgie ist ein Scheusal, denn die Vergangenheit erinnert uns nur an das, was wir nicht mehr haben. [Seperator]](http://archiv.xesier.de/wp-content/themes/xesier_archiv/images/blank.gif)
Der Reiz für mich an diesem Film war, das hier eine Geschichte präsentiert wird, die mitten aus dem Leben gegriffen ist, aber wenn man genau hinschaut so tiefgründig das Leben an sich betrachtet. Ähnlich wie bei “American Beauty”. Außerdem ist es dieses Mitfühlen. Chris kommt immer wieder in verzwickte Situationen und man weiß ganz genau was er fühlen muss, in diesem Moment. Man fiebert mit.
Ich war zum Schluss echt froh mir vor Herke ein Weinen grade noch so verkneifen konnte. Man muss ja Männlichkeit zeigen (ja, das gilt auch für so nen kleinen Jungen wie mich)
Und was Henry hier als eine Jungen- Shoppingtour beschreibt, war das Kuafen von gefühlten 50 DVDs für die wir mehr als 110 euro ausgegeben haben.
Ja, eine Jungen-Shoppingtour.
ich hab den film mal mitten in der nacht allein auf dem laptop eschaut und war hin und weg. teils wegen der müdigkeit, aber auch weil der film fesselnd und kein bisschen kitschig ist. er ist dramatisch doch alles scheint nachvollziehbar und außerdem finde ich es bewundernswert, dass der film mit sehr viel gefühl arbeitet. natürlich kann jetzt wieder gesagt werdn, dass dadurch die handlung verloren geht oder vorrausgenommen wird aber so ist es nciht. es ist eine unterstreichende dramatik, die den schluss umso schöner macht.
Genau deswegen habe ich auch das Ende im Beitrag verraten. Selbst wenn man weiß, was passiert, wird nicht schlechter.
Ich finde den Film auch wirklich gut. Es ist ein Film der wirklich bewegt, der eine klare Botschaft hat und die in eine so tolle Geschichte verpackt hat. Ich finde aber nicht das es ein Werbefilm für seinen Sohn ist, ich denke einfach nur das das niemand anderes besser hätte spielen können als sein eigener Sohn…
Schon der Anfang sagt dem Zuschauer, hey wir präsentieren euch Will Smiths Sohn (Introducing Jaden Smith). Dann folgen nur Szenen, in denen die Mutter in den Hintergrund gerückt wird und ihr Sohn ihr scheinbar egal ist, was dazu führt, dass viel mehr Raum in der Beziehung zwischen Vater und Sohn entstehen kann.
Das steht auch in Bezug dazu, dass für den Film einige Elemente aus dem Buch umgeändert wurden und aus dem Kleinkind ein fünfjähriger Sohn geworden ist. Ich möchte das auch nicht grundlegend kritisieren und gehe auch in deiner Annahme mit, dass sich sicherlich kein besserer gefunden hat, aber es ist mir halt sehr stark aufgefallen und hat mich dementsprechend dann bei dem Film ein wenig belastet.
Ich hab den Film nich gesehen und hab es auch nicht vor… für mich ist des ding einfach mal ein fettes Schmalzgebäck mit einer vorraussehbaren Story….Außerdem ist es nur ne Werbeaktion für den Smith Spross
ich liebe es Filme zu zerreissen die ich nich gesehen hab
wenn dus magst bist du cool, wenn du es nicht magst, bist du ein bastard (k.i.z.)
Oh, David-Caruso-Style. Wilhelm, dagegen kannst du nicht anstinken!
[...] ein soziales Netzwerk werden; Wahlrecht für Kinder; Was bilden Sie sich ein, hier zu filmen?; Das Streben nach Glück; Horrorfilme sind Glanzleistungen; Verschnupft aufwachen; Shining; Was ist Kreativität?; [...]