Das Problem mit dem Schlaf
Früher wollte man nicht und heute kann man nicht mehr. Mir ist letztens aufgefallen, wie wenig wir Menschen eigentlich einen ausgewogenen langen Schlaf schätzen. Natürlich, man mag jetzt einwenden, dass wir alle einen ausgewogenen langen Schlaf lieben, aber stimmt das wirklich? Teilweise. Irgendwie.
Es ist eine traurige Welt, in der wir leben, denn leider haben wir den 28-Stunden-Tag noch nicht eingeführt und unsere Arbeitszeit bleibt in der Regel auch an den Tag-Nacht-Wechsel gebunden. Das bringt uns leider aber nur Probleme, denn eigentlich wollen wir den Tag so gut es geht ausnutzen. Wir gehen erst sehr spät ins Bett und müssen bereits sehr früh wieder aufstehen. Das geht nicht lange gut und man beginnt die langweiligen Passagen seines Tages mit Schlaf zu überbrücken, da man selbst irgendwie nur drei bis vier Stunden geschlafen hat. Verrückt.
Im Endeffekt richtet man sich dann schließlich zwei Schlafphasen ein, die sich gegen Abend manifestieren. Die erste Phase beginnt so um 16-17:00 Uhr, wenn man sich durch alle Webseiten auf der Beobachtungsliste durchgearbeitet hat und nicht mehr wirklich weiß, was man nun noch tun soll. Für alles andere ist man eh zu müde. Diese Schlafphase hält dann circa zwei Stunden. Man wacht auf, ist erfrischt und startet in die zweite Tageshälfte, die sich merkwürdigerweise von 19-1:00 Uhr erstreckt. So schleppt man sich irgendwie bis zum Wochenende, bis dort die Energien so gut es geht wieder aufgefüllt werden. Die nächste Woche beginnt und das ganze geht von vorne los.
Wir sind doch einfach wirklich nicht dafür geschaffen, wenig zu schlafen. Das Problem ist aber, dass wir auch nicht dafür geschaffen sind, lange zu schlafen. Wir müssen uns mit einem groben Richtwert von circa sieben Stunden zufrieden geben, damit wir ausreichend ausgeruht sind. Da wir aber wie anfangs schon angesprochen, viel zu sehr von der Idee besessen sind, den vollen Tag zu genießen, da wir ja ansonsten mit dem nächsten verhängnisvollen Arbeitstag konfrontiert würden, bleiben wir wach.
Doch damit nicht genug, denn würden wir nicht wach bleiben und regelmäßig lang schlafen, bekommen wir das nächste Problem auf unseren Lebensteller serviert. Da unser Körper durch das Schlafen nun generell ausgeruht ist, bekommen wir Probleme damit, einzuschlafen, da wir ja immer noch genügend Energie haben, um locker noch zwei weitere Stunden wach zu bleiben. Wir liegen mit offenen Augen im Bett, denken über dieses und jenes nach, stehen auf, holen uns ein Glas Wasser und legen uns wieder hin, gucken Einschlaf-Serien und schlafen dann bestensfalls nach einer schwierigen Einschlafprodezur wenigstens endgültig ein. Wir hinterfragen das Langschlaf-Konzept und verwerfen dieses letztendlich ganz.
Doch wo befinden wir uns danach? Natürlich, wieder ganz am Anfang! Nun sind wir nämlich wieder müde. Man hasst es, denn so wie man sich kennt, fragt man sich in ein paar Monaten sicherlich wieder, warum man es denn nicht einmal mit einem längeren Schlaf versuchen sollte. Ach, immer diese beschissenen Teufelskreise. Da wird einem erst richtig bewusst, was alles im Leben so schief läuft und warum sich die meisten Menschen zu Recht wünschen, reich zu sein (ich eingeschlossen).

![Nostalgie ist ein Scheusal, denn die Vergangenheit erinnert uns nur an das, was wir nicht mehr haben. [Seperator]](http://archiv.xesier.de/wp-content/themes/xesier_archiv/images/blank.gif)
versteh ich net… wir ham ferien, sprich wir gehen penn wann wir wollen und bis wann wir wollen. und wenn man dann ZIVI oder so hat, gewöhnt man sich daran, mit weniger schlaf auszukommen.
les mal “schlaflos” von steffen king, da wird dir mal richtig schön bewusst, wie geil eigentlich schlafen ist.
gute nacht, isja schon wieder spät ;)
Heute war bei mir wieder so ein Tag und Ferien schließe ich bei dieser Sache ebenso wie Wochenenden aus.